Montag, 15.08.2005

Schuss in den Ofen

So kann es gehen. Ich war bis Freitag der vergangenen Woche so fleißig, dass ich drauf und dran war, meine stärkste Traingswoche des ganzen Jahres hinzulegen. Bei Wind und Wetter hatte ich mich Donnerstag und auch Freitag noch ’mal aufs Rad gesetzt. Am Abend kam dann Freund Lars aus Köln nach Hamburg, weil er sich auf die Fahne geschrieben hat, mich in diesem Jahr schnell zu machen. So hat er rund die Hälfte meiner Radkilometer in dieser Saison begleitet.





Und was haben wir geschafft? Eine Runde um die Alster joggen. Am gesamten Wochenende! Ein Schuss in den Ofen! Warum? Erstens war absolut mieses Wetter, dass uns jegliche Lust auf eine Radrunde vermiest hat. Zweitens mussten wir in meiner Wohnung einige Dinge umbauen, was uns einige Stunden gekostet hat. Drittens geht Lars bei seinen Hamburg-Besuchen gerne ins Cafe Petit in der Hegestraße. Und da ich den Kuchen dort auch ganz gerne mag, ist aus unserem groß geplanten Trainingswochenende nichts geworden. Aber auch gar nichts. Hm.

Nun, ich tröste mich damit, dass ich bis Freitag schon 13 Stunden trainiert hatte (Es gilt immer von Montags bis Sonntags). Und die ganze Gegen-Den-Wind-Drückerei auf dem Deich hatte mich doch sehr müde gemacht.
Ich sage mir also, dass ich auch noch Möglichkeiten haben muss, mich zu steigern. Und wo soll es hinführen, wenn ich schon zwei Monate vor Hawaii 20 Stunden trainiere. (Herrlich, wie es einem manchmal gelingt, sich die Dinge schön zu reden)

Bleibt mir noch, kurz von meiner Ausfahrt am Freitag zu erzählen: Ich war mit Julia Heitmann unterwegs (hatte ich Anfang der Woche auf dem Deich getroffen). Nun weiß ich auch, warum sie die Cyclassics-Damen-Wertung über die 100-Kilometer-Strecke gewinnen konnte. Wer schon mit 18 Jahren U-23-Weltmeisterin im Einer-Rudern war, der hat nun mal Kraft in den Beinen. Und wer mit 22 Jahren beim Rad-Ergometer-Test locker bis 350 Watt tritt, ist zweifellos zu Höherem berufen. Dabei ist die Radelei bei ihr nur Ausgleich. Hoffentlich treffe ich sie nicht, wenn ihr Trainer ihr eine harte Einheit ins Programm geschrieben hat.



Okay, so weit erst mal von einem Triathleten, der sich ein wenig über sich selbst ärgert. Aber hey, hätte ich nicht diese Zeilen geschrieben, hätte ich bestimmt Zeit fürs Training gefunden. Bestimmt...

Herzlichst, Mathias

Nachtrag von heute Morgen (Montag, den 15. August):
Wenigstens habe ich es vor dem Büro geschafft, eine Stunde an der Alster zu joggen. Und mit 35 Minuten hat es in der ersten Runde sogar ziemlich gekracht.

Kommentare und Trackbacks

das Bischoffelchen kommentiert:

"Die Kunst im Sport und auch im Leben besteht darin, einmal mehr aufzustehen, als es Dich umgeworfen hat."

Ich wünsch Dir viel Glück, vor allem eine Menge Durchhaltevermögen und das Du immer wieder aufstehen magst!!!
das Bischoffelchen | 15.08.2005 - 10:26

franky kommentiert:

wollte am Sonntag nach meinem Mallorca Urlaub (2 Wochen 30°C, laues Lüftchen) auch aufs Rad. Hab dann aber kurz nach dem Aufstehen gemerkt das der Herbst da ist und ich mich ja nicht für Hawaii qualifiziert habe. So bin ich wieder ein ins Bett und hab mich an meine Kleine angekuschelt (...)
franky | 15.08.2005 - 17:03

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