Montag, 12.09.2005
(Wochen-) Ende mit Schrecken
Nach vier Tagen Weblog-Pause (u.a. Segelbetriebsausflug) bin ich heute wieder mit Berichten vom Wochenende im Rennen. Matthias "Männi" war zur Trainingsmotivation am Samstag Morgen angereist, und hat sich alle Mühe gegeben, mich weiterhin auf Kurs zu halten. Das hätte er besser auch bei unserer letzten Radausfahrt gemacht, als ich von der Straße abgekommen, dann den Deich runter geholpert und letztlich gestürzt bin. Aber das ist nur eine von den zu berichtenden Geschichten.

Deichtraining bei durchwachsenem Wetter
Wie schon erwähnt, war ich Donnerstag und Freitag zum Segeln auf der Flensburger Förde. Gerade der Donnerstag, als wir von Sonderborg/Dänemark nach Flensburg segelten, war ein super Tag. Sechs Windstärken und Sonnenschein – besser geht es einfach nicht. Abends dann feucht-fröhliches Beisammensein, was mir am nächsten Morgen erst einmal in beiden Waden gleichzeitig Mörderkrämpfe einbrachte. Auf jeden Fall war am Freitag Abend nicht mehr an Training zu denken. Eher schon an Schlafdefizit ausgleichen.

Trainingsalternative: Segeln in der Flensburger Förde
Samstag Morgen hielt dann Männi Einzug in den Uhlenhorsterweg 19. Dazu muss man sagen, dass er eigentlich immer, also eigentlich kann man das "eigentlich" streichen, hoch motiviert ins Training zieht. Und so war es auch diesmal. Er konnte es gar nicht abwarten, auf den Deich zu kommen, und fand die Strecke (die mich ja mitunter etwas langweilt) "total super!"

Männi, total begeistert vom flachen Deich
Ich wollte ihn dann auch nicht enttäuschen und habe auf dem Weg gen Süden bei mächtigem Gegenwind ordentlich Druck gemacht. Aber was immer ich auch versucht habe, Männi war nicht aus dem Windschatten weg zu bekommen. Vor dem Hintergrund, dass dies nicht immer so war, muss ich meinem Freund hier schon ein Kompliment machen. Augenscheinlich hat er in den vergangenen zwei Monaten einiges drauf gelegt.
Das Rad kaum in den 3. Stock getragen sind wir dann um die Alster gejoggt. Damit der Junge aus seinem Fünf-Minuten-Trott rauskommt, war für die erste Viertelstunde Vollgas angesagt. Puh, so schnell bin ich im Training schon ewig nicht mehr gelaufen. Und so war ich froh, als wir die Krugkoppelbrücke erreicht hatten und es in lockerem Auslauf-Tempo um den Rest der Alster ging. (Männi war darüber auch sehr froh.)
Es folgte ein schöner später Nachmittag in Hamburg mit Einkaufen, Beachclub, Nudelessen im Vapiano und abends noch einem Weizen an der Alsterperle. Und jetzt kommt es: Wir sind dann nicht mehr auf die Rolle. "Junge, in drei Wochen reist du nach Hawaii", hat Männi gesagt. Bis dahin, so meinte er, solle ich mich lieber konzentrieren. Und wenn wir Morgen früh zum Schwimmen wollten, dann sollten wir lieber bald ins Bett gehen. Wie gesagt, er ist eigentlich immer motiviert.
Sonntag Morgen also ab ins Schwimmbad. Ach, das tat ja doch mal gut. Ich weiß auch nicht, warum ich es drei Wochen lang nicht ins Becken geschafft habe. Mit Männi war es aber auch gleich ein anderer Schnack. Wir sind Sprints nebeneinander her geschwommen, und so ist man doch gleich mit viel mehr Spaß bei der Sache.

Ist das richtig? Wir auf der "Tempo-Bahn"?
Nachmittags, es blieb aufgrund eines Geburtstagsbrunchs nicht mehr Zeit, sind wir dann wieder auf den Deich. Und ich weiß nicht was los war, auf jeden Fall bin ich bei Kilometer 60 irgendwie über die weiße Begrenzungslinie hinausgekommen. Und eh ich mich versah, ging es für mich den Deich hinab. Wir waren mit rund 30 Km/h unterwegs und lagen auf unseren Aerolenkern – an ein Aussteuern der schiefen Wiese war dabei nicht wirklich zu denken. Immerhin, ich habe es so lange versucht, wie es irgend ging. Als ich dann aber an den Rennoberlenker greifen wollte, hat es mir doch das Rad verschlagen.

Fahrer berappelt sich nach Sturz. Ärgerlich, aber glimpflich
Gott sei Dank ist der Deich von seinem Wesen her eine schiefe Ebene. So folgte dem Abstützen mit den Armen nicht gleich ein Schlüsselbeinbruch (da kann Hawaii auch mal schnell passé sein). Mit dem Kopf bin ich trotzdem hart aufgeschlagen, und ich kann nur wieder einmal an alle Radfahrer appellieren: Leute, tragt den Helm!!! Er kann Euer Leben retten.
Ich habe mich nach ein paar Minuten wieder berappelt. Beim Justieren des Sattels ist mir jedoch die Schraube der Sattelklemme abgerissen (wo rohe Kräfte sinnlos walten). Das bedeutete für mich die restlichen 14 Kilometer bis zu hause im Stehen fahren zu müssen. Somit hatte ich auch noch eine kleine Kraftausdauer-Einheit (super, jipiieee, - naja).
Wie auch immer, der Kopf ist noch dran, über die blauen Flecken kann ich schon wieder lachen und am Rad muss neben der neuen Schraube nur das Vorderrad zentriert werden. Alles in allem ist die Sache also glimpflich abgelaufen.
Das war also mein Trainingswochenende mit Männi, der am Sonntag Abend leider wieder abreisen musste, mir aber in Aussicht stellte, vielleicht gleich am nächsten Wochenende wieder aufzutauchen (na Kosta, wie wär’s? Fahrgemeinschaft?).
Das wär doch was.
Herzlichst, mathias
Mein Training in der vergangenen Woche:
Montag: Pause
Dienstag: 26 KM Lauf, 2:09 Std.
Mittwoch: Pause (Entschuldigung: dringender Termin)
Donnerstag: Pause (Betriebsausflug)
Freitag: Pause (Betriebsausflug und Müdigkeit)
Samstag: 77 KM Rad, 2:30 Std, 30er Schnitt + 7 KM Lauf, locker
Sonntag: 1600 Meter Schwimmen + 73 KM Rad, 2:34 Std, 28,5er Schnitt
Deichtraining bei durchwachsenem Wetter
Wie schon erwähnt, war ich Donnerstag und Freitag zum Segeln auf der Flensburger Förde. Gerade der Donnerstag, als wir von Sonderborg/Dänemark nach Flensburg segelten, war ein super Tag. Sechs Windstärken und Sonnenschein – besser geht es einfach nicht. Abends dann feucht-fröhliches Beisammensein, was mir am nächsten Morgen erst einmal in beiden Waden gleichzeitig Mörderkrämpfe einbrachte. Auf jeden Fall war am Freitag Abend nicht mehr an Training zu denken. Eher schon an Schlafdefizit ausgleichen.
Trainingsalternative: Segeln in der Flensburger Förde
Samstag Morgen hielt dann Männi Einzug in den Uhlenhorsterweg 19. Dazu muss man sagen, dass er eigentlich immer, also eigentlich kann man das "eigentlich" streichen, hoch motiviert ins Training zieht. Und so war es auch diesmal. Er konnte es gar nicht abwarten, auf den Deich zu kommen, und fand die Strecke (die mich ja mitunter etwas langweilt) "total super!"
Männi, total begeistert vom flachen Deich
Ich wollte ihn dann auch nicht enttäuschen und habe auf dem Weg gen Süden bei mächtigem Gegenwind ordentlich Druck gemacht. Aber was immer ich auch versucht habe, Männi war nicht aus dem Windschatten weg zu bekommen. Vor dem Hintergrund, dass dies nicht immer so war, muss ich meinem Freund hier schon ein Kompliment machen. Augenscheinlich hat er in den vergangenen zwei Monaten einiges drauf gelegt.
Das Rad kaum in den 3. Stock getragen sind wir dann um die Alster gejoggt. Damit der Junge aus seinem Fünf-Minuten-Trott rauskommt, war für die erste Viertelstunde Vollgas angesagt. Puh, so schnell bin ich im Training schon ewig nicht mehr gelaufen. Und so war ich froh, als wir die Krugkoppelbrücke erreicht hatten und es in lockerem Auslauf-Tempo um den Rest der Alster ging. (Männi war darüber auch sehr froh.)
Es folgte ein schöner später Nachmittag in Hamburg mit Einkaufen, Beachclub, Nudelessen im Vapiano und abends noch einem Weizen an der Alsterperle. Und jetzt kommt es: Wir sind dann nicht mehr auf die Rolle. "Junge, in drei Wochen reist du nach Hawaii", hat Männi gesagt. Bis dahin, so meinte er, solle ich mich lieber konzentrieren. Und wenn wir Morgen früh zum Schwimmen wollten, dann sollten wir lieber bald ins Bett gehen. Wie gesagt, er ist eigentlich immer motiviert.
Sonntag Morgen also ab ins Schwimmbad. Ach, das tat ja doch mal gut. Ich weiß auch nicht, warum ich es drei Wochen lang nicht ins Becken geschafft habe. Mit Männi war es aber auch gleich ein anderer Schnack. Wir sind Sprints nebeneinander her geschwommen, und so ist man doch gleich mit viel mehr Spaß bei der Sache.
Ist das richtig? Wir auf der "Tempo-Bahn"?
Nachmittags, es blieb aufgrund eines Geburtstagsbrunchs nicht mehr Zeit, sind wir dann wieder auf den Deich. Und ich weiß nicht was los war, auf jeden Fall bin ich bei Kilometer 60 irgendwie über die weiße Begrenzungslinie hinausgekommen. Und eh ich mich versah, ging es für mich den Deich hinab. Wir waren mit rund 30 Km/h unterwegs und lagen auf unseren Aerolenkern – an ein Aussteuern der schiefen Wiese war dabei nicht wirklich zu denken. Immerhin, ich habe es so lange versucht, wie es irgend ging. Als ich dann aber an den Rennoberlenker greifen wollte, hat es mir doch das Rad verschlagen.
Fahrer berappelt sich nach Sturz. Ärgerlich, aber glimpflich
Gott sei Dank ist der Deich von seinem Wesen her eine schiefe Ebene. So folgte dem Abstützen mit den Armen nicht gleich ein Schlüsselbeinbruch (da kann Hawaii auch mal schnell passé sein). Mit dem Kopf bin ich trotzdem hart aufgeschlagen, und ich kann nur wieder einmal an alle Radfahrer appellieren: Leute, tragt den Helm!!! Er kann Euer Leben retten.
Ich habe mich nach ein paar Minuten wieder berappelt. Beim Justieren des Sattels ist mir jedoch die Schraube der Sattelklemme abgerissen (wo rohe Kräfte sinnlos walten). Das bedeutete für mich die restlichen 14 Kilometer bis zu hause im Stehen fahren zu müssen. Somit hatte ich auch noch eine kleine Kraftausdauer-Einheit (super, jipiieee, - naja).
Wie auch immer, der Kopf ist noch dran, über die blauen Flecken kann ich schon wieder lachen und am Rad muss neben der neuen Schraube nur das Vorderrad zentriert werden. Alles in allem ist die Sache also glimpflich abgelaufen.
Das war also mein Trainingswochenende mit Männi, der am Sonntag Abend leider wieder abreisen musste, mir aber in Aussicht stellte, vielleicht gleich am nächsten Wochenende wieder aufzutauchen (na Kosta, wie wär’s? Fahrgemeinschaft?).
Das wär doch was.
Herzlichst, mathias
Mein Training in der vergangenen Woche:
Montag: Pause
Dienstag: 26 KM Lauf, 2:09 Std.
Mittwoch: Pause (Entschuldigung: dringender Termin)
Donnerstag: Pause (Betriebsausflug)
Freitag: Pause (Betriebsausflug und Müdigkeit)
Samstag: 77 KM Rad, 2:30 Std, 30er Schnitt + 7 KM Lauf, locker
Sonntag: 1600 Meter Schwimmen + 73 KM Rad, 2:34 Std, 28,5er Schnitt
Kommentare und Trackbacks
Kosta kommentiert:
Tja jungs, da könnt Ihr ja froh sein, daß ich nicht mitgekommen bin, denn da wärn wir garantiert nicht um 00.00 Uhr im Bett gewesen. Aber vielleicht klappt es ja nächtes Wochenende. Brauche auch wieder eine kleine Motivation
nach dem verkorksten Wochenende mit Halsschmerzen und Trainingsausfall.
Dann können wir endlich mal richtig schwimmen gehen:-). Zum Sturz kann ich nur sagen "Schwein gehabt" sonst ist "Männi der "Dangerseeker" eigentlich für solche Stunts zuständig, aber wie sagt man so schön: Jeder ist mal dran.
Zieh weiter dran. Der Countdown läuft. Grüße vom alten "Panflötengott" Kosta
nach dem verkorksten Wochenende mit Halsschmerzen und Trainingsausfall.
Dann können wir endlich mal richtig schwimmen gehen:-). Zum Sturz kann ich nur sagen "Schwein gehabt" sonst ist "Männi der "Dangerseeker" eigentlich für solche Stunts zuständig, aber wie sagt man so schön: Jeder ist mal dran.
Zieh weiter dran. Der Countdown läuft. Grüße vom alten "Panflötengott" Kosta
Kosta | 12.09.2005 - 16:27
Reiner kommentiert:
Hallo Mathias,
sorry das ich grade zum erstenmal dein Weblog lese. Aber ich bleib dran, liest sich gut du Held. Wie war das? zieh dran! ich drück dir beide daumen.
LG Reiner
sorry das ich grade zum erstenmal dein Weblog lese. Aber ich bleib dran, liest sich gut du Held. Wie war das? zieh dran! ich drück dir beide daumen.
LG Reiner
Reiner | 28.09.2005 - 14:08
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