Dienstag, 16.08.2005
Lonesome Cowboy
Es gibt doch nichts Schöneres als mit seinen besten Freunden zusammen trainieren zu können. Herrlich, mit einer solchen Trainingsgruppe kann man sich leichter aufraffen, man kann sich über alle erdenklichen Themen austauschen und die Zeit vergeht wie im Flug. Wohl dem, der seine Einheiten täglich in einem solchen Umfeld bestreiten kann. Ich kann es nicht. Ich bin die meiste Zeit meiner Vorbereitung auf mich allein gestellt. Und ich finde es bescheiden.

Selten: Gemeinsames Training wie hier auf Mallorca mit den Sportsfreunden Roland, Volker und Lars (v.l., ich ganz rechts)
Für gestern Morgen sah ich allerdings einen Hoffnungsschimmer. Schließlich hatte mein Freund Volker mit mir verabredet, dass wir uns von nun an jeden Montag Morgen um 7.15 Uhr zum Laufen an der Alster treffen. Nicht nur, um mich fit zu machen, und auch nicht nur, um für mich das Training erträglicher zu gestalten. Erst recht nicht nur, um die Hüftpölsterchen meines Freundes wegzuschmelzen. Sondern vielmehr weil wir so die Möglichkeit sahen, regelmäßig einmal pro Woche in Ruhe miteinander quatschen zu können.
Voller Elan bin ich also heute Morgen um 6.30 Uhr aufgestanden und freute mich auf unseren gemeinsamen Jogg. Als ich jedoch, mehr aus Langeweile, mein Handy anschaltete, sah ich schon Volkers Absender unter einer Nachricht. „Es tut mir leid, ich kann aufgrund von Rückenschmerzen nicht kommen“, stand da in fragilen digitalen Lettern, die in meinem Hirn ein Hämmern verursachten, als seien sie eingemeißelt worden.
Ich war sauer. Wirklich sauer. Schien mir das doch eine ziemliche Weichei-Ausrede zu sein. Außerdem hätte ich, dass muss ich an dieser Stelle zugeben, auch gerne länger geschlafen. Nun war ich jedoch schon seit einer halben Stunde auf den Beinen. An Einschlafen war nicht mehr zu denken.
Also rein in die Schuhe und los. Und was soll ich sagen, es war herrlich. Es waren nicht die üblichen Massen auf Deutschlands beliebtester Jogging-Strecke unterwegs und auch die Temperaturen waren ideal. Trotz noch verschlafenem Körper knallte ich eine 35er Runde hin. Zweifellos eine meiner schnellen Einheiten. Anschließend noch 30 Minuten locker traben und schon hatte ich mein Tagessoll erfüllt. Super, den Rest des Tages frei – von meiner Zeit im Büro mal abgesehen.
Manchmal denke ich, dass mir das Training ohne Freunde vielleicht auch etwas bringt, dass mich dieser Kampf gegen meine Faulheit und gegen die Einsamkeit hart macht, mich schult für den Wettkampf. Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich es jedoch lieber gemeinschaftlicher haben.
Immerhin, für den langen Lauf am Mittwoch hat sich wieder Gesellschaft angekündigt. Martin, Laufanfänger, der sich letzte Woche so hervorragend geschlagen hatte, ist wieder mit von der Partie. Und Norman, vor Jahren noch Triathlon-Bundesliga-tauglich, will auch mitlaufen. Damit dürfte diese Einheit zum Selbstgänger werden.
Ob mir die Sportfreunde letztlich sogar schaden werden, weil ich mich an die Gesellschaft gewöhne und nicht mehr so viel Kampfgeist aufbringen muss? Ganz ehrlich, da mache ich mir keine Sorgen. Schon bald werde ich wieder alleine auf die Piste müssen. Denn der nächste Montag Morgen kommt bestimmt. Und da steht ja meine Dauerverabredung mit Volker.
Herzlichst, mathias
P.S.: Nicht vergessen: Am Samstag findet in Hückeswagen (Autobahn A1, Abfahrt "Remscheid/Hückeswagen") ein wunderschöner Triathlon statt. Auf die Plätze, fertig, los! www.atv-hueckeswagen.de
Selten: Gemeinsames Training wie hier auf Mallorca mit den Sportsfreunden Roland, Volker und Lars (v.l., ich ganz rechts)
Für gestern Morgen sah ich allerdings einen Hoffnungsschimmer. Schließlich hatte mein Freund Volker mit mir verabredet, dass wir uns von nun an jeden Montag Morgen um 7.15 Uhr zum Laufen an der Alster treffen. Nicht nur, um mich fit zu machen, und auch nicht nur, um für mich das Training erträglicher zu gestalten. Erst recht nicht nur, um die Hüftpölsterchen meines Freundes wegzuschmelzen. Sondern vielmehr weil wir so die Möglichkeit sahen, regelmäßig einmal pro Woche in Ruhe miteinander quatschen zu können.
Voller Elan bin ich also heute Morgen um 6.30 Uhr aufgestanden und freute mich auf unseren gemeinsamen Jogg. Als ich jedoch, mehr aus Langeweile, mein Handy anschaltete, sah ich schon Volkers Absender unter einer Nachricht. „Es tut mir leid, ich kann aufgrund von Rückenschmerzen nicht kommen“, stand da in fragilen digitalen Lettern, die in meinem Hirn ein Hämmern verursachten, als seien sie eingemeißelt worden.
Ich war sauer. Wirklich sauer. Schien mir das doch eine ziemliche Weichei-Ausrede zu sein. Außerdem hätte ich, dass muss ich an dieser Stelle zugeben, auch gerne länger geschlafen. Nun war ich jedoch schon seit einer halben Stunde auf den Beinen. An Einschlafen war nicht mehr zu denken.
Also rein in die Schuhe und los. Und was soll ich sagen, es war herrlich. Es waren nicht die üblichen Massen auf Deutschlands beliebtester Jogging-Strecke unterwegs und auch die Temperaturen waren ideal. Trotz noch verschlafenem Körper knallte ich eine 35er Runde hin. Zweifellos eine meiner schnellen Einheiten. Anschließend noch 30 Minuten locker traben und schon hatte ich mein Tagessoll erfüllt. Super, den Rest des Tages frei – von meiner Zeit im Büro mal abgesehen.
Manchmal denke ich, dass mir das Training ohne Freunde vielleicht auch etwas bringt, dass mich dieser Kampf gegen meine Faulheit und gegen die Einsamkeit hart macht, mich schult für den Wettkampf. Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich es jedoch lieber gemeinschaftlicher haben.
Immerhin, für den langen Lauf am Mittwoch hat sich wieder Gesellschaft angekündigt. Martin, Laufanfänger, der sich letzte Woche so hervorragend geschlagen hatte, ist wieder mit von der Partie. Und Norman, vor Jahren noch Triathlon-Bundesliga-tauglich, will auch mitlaufen. Damit dürfte diese Einheit zum Selbstgänger werden.
Ob mir die Sportfreunde letztlich sogar schaden werden, weil ich mich an die Gesellschaft gewöhne und nicht mehr so viel Kampfgeist aufbringen muss? Ganz ehrlich, da mache ich mir keine Sorgen. Schon bald werde ich wieder alleine auf die Piste müssen. Denn der nächste Montag Morgen kommt bestimmt. Und da steht ja meine Dauerverabredung mit Volker.
Herzlichst, mathias
P.S.: Nicht vergessen: Am Samstag findet in Hückeswagen (Autobahn A1, Abfahrt "Remscheid/Hückeswagen") ein wunderschöner Triathlon statt. Auf die Plätze, fertig, los! www.atv-hueckeswagen.de
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