Donnerstag, 15.09.2005

Männerrunde (n)

Schön war das gestern. Männerrunden allerorten. Erst in Form eines langen Laufes, später am Tresen diverser Kneipen. Unverhofft kommt oft, und man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Hört sich nach einer Art Lebensmotto an, ist es auch. Aber immer der Reihe nach. Schließlich hat der gestrige Abend mit der Pflicht angefangen. Die Flugplatzrunde stand an und Martin hatte sich zu mir gesellt.



Immer wieder schön: Laufen an der Alster entlang

egen 18.45 Uhr sind wir los, und was anfänglich nach Regenwetter aussah, entpuppte sich als beste Bedingungen für einen Zwei-Stunden-Jogg. Auf dem Hinweg taten wir uns beide recht schwer, irgendwie hing uns der Bürotag noch in den Klamotten. Nach einer knappen Stunde jedoch waren unsere Motoren im Sinne des Wortes warmgelaufen – Joggen wie am Schnürchen. Die einsetzende Dunkelheit zwang uns nach Erreichen des Wendepunktes (am Ende des Flughafens) zu gemächlicherem Tempo, was durchaus sein Gutes hatte.



Der Mond beleuchtet den Weg – und die Dreiviertel-Hose

Kaum zu Hause angekommen, blieben mir 20 Minuten zum Duschen, in die Jeans springen, Wagen aus einer unmöglich klein gewordenen Parklücke rausholen und quer durch die Stadt fahren, um Stephan Nüsser (vom Zentrum für Leistungsdiagnostik an der Sporthochschule Köln, www.zeld.de) vom Hotel abzuholen. Alles kein Problem – manchmal müssen die Dinge halt etwas schneller gehen. Eine knappe Stunde später saßen wir (Stephan, noch ein Stephan/mein Mitbewohner, und mein Freund Thomas/Golflehrer) dann in einem Restaurant bei Nudeln und Weißbier.

Hier ergaben sich interessante Einsichten. Ich war beim langen Lauf zum ersten Mal mit einer Dreiviertel-Tight (Laufhose) gejoggt. Und nachdem ich diese Hosen bisher immer verabscheut hatte (In meinen Augen sehen die ähnlich übel aus wie Trinkflaschen-Gürtel. Außerdem war meine Einstellung immer: Wenn es so kühl ist, dass ich meine Knie schützen möchte, dann möchte ich auch die Wadenmuskulatur schützen.), beim Lauf jedoch sehr zufrieden damit war, fragte ich vorsichtig über den Tisch, wie Stephan (Nüsser) das denn sehe. "Ich finde die spitze", war seine entwaffnende Antwort. Er trage derlei Hosen sogar beim Radfahren mit Vorliebe. Nun ja, Stephan trägt bei kaltem Wetter auch Schuhspitzen-Überschuhe. (Hallo?!)

Wie auch immer – sein Argument, ein (Knie-)Gelenk erwärme sich schlechter als ein arbeitender (Waden-)Muskel und müsse deshalb eher geschützt werden als der Muskel, leuchtete mir ein. Also: Ein Hoch auf Dreiviertel-Laufhosen. Und ob das jetzt gut aussieht oder nicht, dass muss jeder selbst beurteilen. Ist ja eigentlich auch egal.

Bis wir dieses und andere lebens(un-)wichtige Dinge detailliert auseinandergeflöht hatten, war der Große Uhrzeiger einige Male um den Kleinen gekreist und plötzlich war es – sagen wir mal spät. (Die Zahl der Uhrzeit fängt mit D an.) Auf frühes Schwimmtraining haben wir, mit Hinweis auf ausreichende Regenerationszeit, zumindest verzichtet.

Heute Abend wird es dann wohl noch mal auf die Laufpiste gehen. Thomas hat kein (funktionstüchtiges) Rad. Und ich kann meinen Gast ja nicht alleine zu Hause sitzen lassen.

Soeben erreicht mich noch ein Anruf von der Wuppertaler Freundes-Fraktion. Kosta "Olivenpflücker" (weil gebürtiger Grieche/Kreta) und Männi ("ich habe immer Lust auf Training") haben sich für das Wochenende angesagt. Super, ist so das Training doch gesichert.
Da kann ich es heute ja etwas ruhiger angehen lassen!

Herzlichst, mathias

Training bisher in dieser Woche:
Montag: 15 KM Lauf, 1:18 Stunden, locker
Dienstag: 2100 Meter Schwimmen + 78 KM Rad, 2:43 Std,28,5er Schnitt
Mittwoch: 25 KM Lauf, 2:04 Stunden, locker

Kommentare und Trackbacks

Es wurden bisher keine Kommentare abgegeben. Kommentieren?

Kommentar zum Artikel eingeben


Preview:

Trackback URL von "Männerrunde (n)"

Adresse per Rechtsklick kopieren und zum trackbacken in Ihrer Blogsoftware verwenden.

Artikel versenden


: