Mittwoch, 07.09.2005
Traumhafte Laufrunde
Was für ein Abend, welch ein schöner Lauf. Ich musste meinen langen Lauf aus terminlichen Gründen schon gestern Abend absolvieren – in der sommerlichen Hitze. Und da lagen sie wieder alle auf den Alsterwiesen, die Griller, die Biertrinker und die Geniesser des Müssiggangs. Gott sei Dank hatte sich Martin zu mir gesellt, und zu zweit ging es dann doch recht gut los.

Super Atmosphäre beim Joggen an der Alster
Wir drehten eine super schöne Flughafenrunde. Martin lief mit einem Trinkgurt, den ich ihm aus Motivationsgründen geschenkt hatte (an dieser Stelle einen Gruß an Heiko Tewes, der mir den Gürtel in Hückeswagen vermacht hatte. Heiko – nein – ich habe ihn nicht ausprobiert). Martin war super zufrieden mit dem Gürtel, während ich mal wieder meine Radflasche mitschleppte – war aber auch okay. Aber so begeistert wie mein Jogger-Kumpel war, denke ich so langsam, dass ein solcher Gürtel (vom Aussehen mal abgesehen) gar keine so schlechte Sache ist.
Wie gesagt, wir haben die Runde ganz easy in 2:09 Stunden abgehakt und mein Durchschnittspuls lag bei 135 Schlägen. Und weil das alles so locker, so schön und es auch draußen noch warm war, ließ Martin, als wir wieder an der Alsterperle ankamen, auf den Gürtel ein springen – ein Weizen! Herrlich hat es geschmeckt. Zwar guckten uns die ganzen gestylten Kneipenbesucher etwas komisch an (kann sein, dass wir schwitzten, kann auch sein, dass wir etwas gemüffelt haben), aber uns störte das nicht wirklich. Das Bier und die dazu schnabulierte Laugenbrezel bildeten den perfekten Ausklang für eine super Trainingseinheit.

Verdiente Belohnung für langes Training: Ein Weizen an der Alsterperle
Ich wollte ja noch einige Daten von meinem Test nachreichen, den ich am vergangenen Freitag im Zentrum für Leistungsdiagnostik (ZeLD) an der Kölner Sporthochschule gemacht habe.

Test vom März 2005: Wattzahlen und angefallenes Laktat
In der oberen Tabelle (beschreibt den Test vom März) sieht man recht deutlich, dass ich bei einer Leistung von 260 Watt 1,8 Millimol Laktat im Blut habe. Die Aerob-Anaerobe-Schwelle liegt derweil bei 4 mmol. Übersteigt der Laktatwert im Blut diese Schwelle, bewegt man sich im anaeroben Leistungsbereich. Man fährt sich letztlich sauer und muss bald die Leistung abbrechen. Die Schwelle habe ich im März bei nach der 300-Watt-Stufe erreicht.

Test vom 2. September: Wattzahlen und angefallenes Laktat
In der zweiten Tabelle ist zu sehen, dass die Laktatwerte bis zur 220-Watt-Stufe fast identisch sind. Dann jedoch kommt der große Unterschied, der Teil, der eine deutliche Verbesserung meiner Leistungsfähigkeit dokumentiert. Nach der 260-Watt-Stufe liege ich immer noch bei nur 2,3 mmol Laktatkonzentration. Das ist noch ewig weit weg von der Aerob-Anaeroben-Schwelle. Diese übersteige ich erst irgendwo bei 300 Watt.
Darüber hinaus hat sich auch meine relative Sauerstoffaufnahmefähigkeit (Milliliter Sauerstoff, pro Minute, pro Kilogramm) von 55 ml/min/kg im März auf 64,1 ml/min/kg in der vergangenen Woche verbessert. Jan Ulrich dürfte so bei 80 ml/min/kg liegen. Verbessern kann man diesen Wert zum Beispiel durch lange ruhige Radausfahrten. Vielleicht sollte ich doch mal einen Winter durchfahren?!
Ich freue mich nun auf meine nächste Deichrunde. Da werde ich mit 150er Puls die 30 Kilometer runterfahren. Das entspricht in etwa der Leistung von 300 Watt, wie man in der unteren Tabelle sieht. Bin schon gespannt, wie sich das anfühlt.
Gespannt dürfte auch mein Freun Matthias "Männi" aus Düsseldorf sein, der zum Wochenende anreist und mit mir trainiert (Männi, kein Angst ;-)). Man muss schon sagen, meine Jungs aus NRW lassen sich immer wieder etwas einfallen, um meine Motivation weiterhin hoch zu halten. Danke dafür!
Wie schon angekündigt, kann es ein paar Tage dauern, bis ich an dieser Stelle wieder berichten kann. Ich muss morgen mit der Firma auf die Ostsee zum Segeln (siehe letzter Eintrag "Zeit zum Ruhen").
Die Leser dieses Weblogs können sich in der Zwischenzeit gerne über die "Kommentar"-Funktion auf dieser Seite unterhalten. Darüber freue ich mich dann auch, wenn ich zurück bin. Bis dahin!
Herzlichst, mathias
Super Atmosphäre beim Joggen an der Alster
Wir drehten eine super schöne Flughafenrunde. Martin lief mit einem Trinkgurt, den ich ihm aus Motivationsgründen geschenkt hatte (an dieser Stelle einen Gruß an Heiko Tewes, der mir den Gürtel in Hückeswagen vermacht hatte. Heiko – nein – ich habe ihn nicht ausprobiert). Martin war super zufrieden mit dem Gürtel, während ich mal wieder meine Radflasche mitschleppte – war aber auch okay. Aber so begeistert wie mein Jogger-Kumpel war, denke ich so langsam, dass ein solcher Gürtel (vom Aussehen mal abgesehen) gar keine so schlechte Sache ist.
Wie gesagt, wir haben die Runde ganz easy in 2:09 Stunden abgehakt und mein Durchschnittspuls lag bei 135 Schlägen. Und weil das alles so locker, so schön und es auch draußen noch warm war, ließ Martin, als wir wieder an der Alsterperle ankamen, auf den Gürtel ein springen – ein Weizen! Herrlich hat es geschmeckt. Zwar guckten uns die ganzen gestylten Kneipenbesucher etwas komisch an (kann sein, dass wir schwitzten, kann auch sein, dass wir etwas gemüffelt haben), aber uns störte das nicht wirklich. Das Bier und die dazu schnabulierte Laugenbrezel bildeten den perfekten Ausklang für eine super Trainingseinheit.
Verdiente Belohnung für langes Training: Ein Weizen an der Alsterperle
Ich wollte ja noch einige Daten von meinem Test nachreichen, den ich am vergangenen Freitag im Zentrum für Leistungsdiagnostik (ZeLD) an der Kölner Sporthochschule gemacht habe.
Test vom März 2005: Wattzahlen und angefallenes Laktat
In der oberen Tabelle (beschreibt den Test vom März) sieht man recht deutlich, dass ich bei einer Leistung von 260 Watt 1,8 Millimol Laktat im Blut habe. Die Aerob-Anaerobe-Schwelle liegt derweil bei 4 mmol. Übersteigt der Laktatwert im Blut diese Schwelle, bewegt man sich im anaeroben Leistungsbereich. Man fährt sich letztlich sauer und muss bald die Leistung abbrechen. Die Schwelle habe ich im März bei nach der 300-Watt-Stufe erreicht.
Test vom 2. September: Wattzahlen und angefallenes Laktat
In der zweiten Tabelle ist zu sehen, dass die Laktatwerte bis zur 220-Watt-Stufe fast identisch sind. Dann jedoch kommt der große Unterschied, der Teil, der eine deutliche Verbesserung meiner Leistungsfähigkeit dokumentiert. Nach der 260-Watt-Stufe liege ich immer noch bei nur 2,3 mmol Laktatkonzentration. Das ist noch ewig weit weg von der Aerob-Anaeroben-Schwelle. Diese übersteige ich erst irgendwo bei 300 Watt.
Darüber hinaus hat sich auch meine relative Sauerstoffaufnahmefähigkeit (Milliliter Sauerstoff, pro Minute, pro Kilogramm) von 55 ml/min/kg im März auf 64,1 ml/min/kg in der vergangenen Woche verbessert. Jan Ulrich dürfte so bei 80 ml/min/kg liegen. Verbessern kann man diesen Wert zum Beispiel durch lange ruhige Radausfahrten. Vielleicht sollte ich doch mal einen Winter durchfahren?!
Ich freue mich nun auf meine nächste Deichrunde. Da werde ich mit 150er Puls die 30 Kilometer runterfahren. Das entspricht in etwa der Leistung von 300 Watt, wie man in der unteren Tabelle sieht. Bin schon gespannt, wie sich das anfühlt.
Gespannt dürfte auch mein Freun Matthias "Männi" aus Düsseldorf sein, der zum Wochenende anreist und mit mir trainiert (Männi, kein Angst ;-)). Man muss schon sagen, meine Jungs aus NRW lassen sich immer wieder etwas einfallen, um meine Motivation weiterhin hoch zu halten. Danke dafür!
Wie schon angekündigt, kann es ein paar Tage dauern, bis ich an dieser Stelle wieder berichten kann. Ich muss morgen mit der Firma auf die Ostsee zum Segeln (siehe letzter Eintrag "Zeit zum Ruhen").
Die Leser dieses Weblogs können sich in der Zwischenzeit gerne über die "Kommentar"-Funktion auf dieser Seite unterhalten. Darüber freue ich mich dann auch, wenn ich zurück bin. Bis dahin!
Herzlichst, mathias
Kommentare und Trackbacks
Maik kommentiert:
Moin Mathias!
Also das Thema "Trinkgurt" finde ich äusserst spannend -
darüber sollte man hier mal diskutieren -
persönlich stehe ich ja auch mehr auf die Old-School-Pulle-in-der-Flosse-Männer-Macho-Variante - aber wenn selbst Du schon anfängst mit
"dass ein solcher Gürtel (vom Aussehen mal abgesehen) gar keine so schlechte Sache ist"... dann werde ich hier langsam weich ;-)
P.S. Gib's zu! Ihr habt das Büchsenbier auf Eurem Segeltörn in Trinkfläschchen umgefüllt und an den Gürtel geschnallt!
Also das Thema "Trinkgurt" finde ich äusserst spannend -
darüber sollte man hier mal diskutieren -
persönlich stehe ich ja auch mehr auf die Old-School-Pulle-in-der-Flosse-Männer-Macho-Variante - aber wenn selbst Du schon anfängst mit
"dass ein solcher Gürtel (vom Aussehen mal abgesehen) gar keine so schlechte Sache ist"... dann werde ich hier langsam weich ;-)
P.S. Gib's zu! Ihr habt das Büchsenbier auf Eurem Segeltörn in Trinkfläschchen umgefüllt und an den Gürtel geschnallt!
Maik | 09.09.2005 - 10:41
Rolf kommentiert:
Hallo Matthes,
ein schöner und informativer Web-Logg....man
könnte fast motiviert werden, was zu tun - aber der
Bierbauch war einfach zu teuer!
Für Hawaii und die letzten Trainigstage alles Gute und viel Glück aus Köln
Rolf
ein schöner und informativer Web-Logg....man
könnte fast motiviert werden, was zu tun - aber der
Bierbauch war einfach zu teuer!
Für Hawaii und die letzten Trainigstage alles Gute und viel Glück aus Köln
Rolf
Rolf | 12.09.2005 - 13:00
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