Dienstag, 11.10.2005
Vom Winde verweht
Heute sind Lars und ich noch einmal die 90-Kilometer-Strecke von Hawi nach Kona geradelt. Dabei hat uns der Mumuku-Wind dermaßen (darf ich das hier schreiben?:) auf die Fresse gegeben, das er nicht nur uns mit den Rädern verweht hat, er hat auch unseren Schnitt verweht, Lars Kraft und letztlich mein Selbstvertrauen. Im Ernst, wir sind von Hawi runter an die Küste mit so viel Schräglage gefahren, dass wir Angst hatten, heil unten anzukommen. Leider konnten wir das nicht auf einem Foto dokumentieren - zu gefährlich!

Auf dem Weg von Hawi nach Kona
Im Vergleich zu gestern, sind wir heute letztlich fast drei Stundenkilometer langsamer im Schnitt gefahren - dafür waren wir anschließend fast doppelt so kaputt. Wahnsinn. Lars schrie mich nach 3 Stunden Fahrt sogar an, dass er sein Rad nie mehr anfassen würde. "Ich beende hiermit meine aktive Laufbahn als Trainingsweltmeister", rief er. Das hat er mir zwar schon desöfteren im Spaß angekündigt, heute jedoch hatte seine Stimme einen Klang, der die ganze Angelegenheit als festes Vorhaben erscheinen lies.

An der sehr willkommmenen Verpflegungsstation
An dieser Stelle soll mein Freund hier nun einmal selbst äußern, wie er die Strecke auf Hawaii und die äußeren Verhältnisse einschätzt:
"Wieder mal habe ich mich von Mathes breitschlagen lassen. Obwohl ich wußte was mich erwarten würde bin ich also erneut mit nach Hawi gefahren um von dort aus den Rückweg nach Kona anzutreten. Bereits nach wenigen Kilometern war klar, heute ist es noch heftiger als gestern. Die Bedingungen, Hitze, extemer Wind und die ewige Weite des Highways machen einen fertig. Ich war bereits nach der Hälfte am Ende, zumal mir die Hitze wohl mehr zusetzt als Mathes. Vor allen, die sich am kommenden Wochenende diesen Bedingungen aussetzen ziehe ich den Hut. Das hier ist der schiere Wahnsinn."

Während die anderen schon power-radeln
Meine Zweifel zumindest, sind nach der heutigen Ausfahrt wieder größer den je. Wie soll ich die doppelte Strecke von heute schaffen, und dann auch noch einen Marathon hinten drauf laufen? - vom Schwimmen will ich gar nicht anfangen, das geht irgendwie so mit.
Nun, irgendwie wird es schon gehen (müssen). Aufzugeben wäre für mich ein Alptraum, um ganz ehrlich zu sein. Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als zu versuchen ruhig zu bleiben und die ganze Sache dann am Samstag so zu nehmen, wie sie kommt. Wollen wir ehrlich sein: Niemand hat gesagt, dass hier würde einfach werden. Und einfache Sachen kann ja schließlich jeder!
Heute Abend kommt mit Thomas mein zweiter Supporter an. Ich bin jetzt schon gespannt, ob und wie er auf die Atmosphäre hier reagiert. Wir selbst werden uns, bevor er ankommt, bei der Begrüßungsparty von Hannes-Hawaii-Tours auf einem Schiffsausflug amüsieren. So long.
Herzlichst, mathias

Auf dem Weg von Hawi nach Kona
Im Vergleich zu gestern, sind wir heute letztlich fast drei Stundenkilometer langsamer im Schnitt gefahren - dafür waren wir anschließend fast doppelt so kaputt. Wahnsinn. Lars schrie mich nach 3 Stunden Fahrt sogar an, dass er sein Rad nie mehr anfassen würde. "Ich beende hiermit meine aktive Laufbahn als Trainingsweltmeister", rief er. Das hat er mir zwar schon desöfteren im Spaß angekündigt, heute jedoch hatte seine Stimme einen Klang, der die ganze Angelegenheit als festes Vorhaben erscheinen lies.

An der sehr willkommmenen Verpflegungsstation
An dieser Stelle soll mein Freund hier nun einmal selbst äußern, wie er die Strecke auf Hawaii und die äußeren Verhältnisse einschätzt:
"Wieder mal habe ich mich von Mathes breitschlagen lassen. Obwohl ich wußte was mich erwarten würde bin ich also erneut mit nach Hawi gefahren um von dort aus den Rückweg nach Kona anzutreten. Bereits nach wenigen Kilometern war klar, heute ist es noch heftiger als gestern. Die Bedingungen, Hitze, extemer Wind und die ewige Weite des Highways machen einen fertig. Ich war bereits nach der Hälfte am Ende, zumal mir die Hitze wohl mehr zusetzt als Mathes. Vor allen, die sich am kommenden Wochenende diesen Bedingungen aussetzen ziehe ich den Hut. Das hier ist der schiere Wahnsinn."

Während die anderen schon power-radeln
Meine Zweifel zumindest, sind nach der heutigen Ausfahrt wieder größer den je. Wie soll ich die doppelte Strecke von heute schaffen, und dann auch noch einen Marathon hinten drauf laufen? - vom Schwimmen will ich gar nicht anfangen, das geht irgendwie so mit.
Nun, irgendwie wird es schon gehen (müssen). Aufzugeben wäre für mich ein Alptraum, um ganz ehrlich zu sein. Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als zu versuchen ruhig zu bleiben und die ganze Sache dann am Samstag so zu nehmen, wie sie kommt. Wollen wir ehrlich sein: Niemand hat gesagt, dass hier würde einfach werden. Und einfache Sachen kann ja schließlich jeder!
Heute Abend kommt mit Thomas mein zweiter Supporter an. Ich bin jetzt schon gespannt, ob und wie er auf die Atmosphäre hier reagiert. Wir selbst werden uns, bevor er ankommt, bei der Begrüßungsparty von Hannes-Hawaii-Tours auf einem Schiffsausflug amüsieren. So long.
Herzlichst, mathias
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